Inhalt
Präambel
- Der Juniorenfirmengedanke
- Die Grundaufgabe
- Die konkrete Umsetzung
- Die Nutzenstiftung
- Die Spielregeln
Präambel (zum Anfang)
Das Leitbild der Arbeitsgemeinschaft der Juniorenfirmen legt fest, mit welchem Selbstverständnis die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft ihre gemeinsame Arbeit wahrnehmen sollen.
Das Leitbild beschreibt die grundlegende Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft, die Tätigkeiten der Mitglieder, mit dem sie diese Grundaufgabe erfüllen wollen und den Nutzen, den es für sich selbst und die Juniorenfirmen anstrebt.
Das Leitbild stellt eine Selbstverpflichtung dar, die sich an gemeinsam gelebten Wertvorstellungen orientiert und beschreibt den Anspruch, den die Arbeitsgemeinschaft an sich selbst stellt.
1. Der Juniorenfirmengedanke (zum Anfang)
Der Juniorenfirmengedanke steht für handlungsorientiertes, selbstverantwortliches Lernen mit realen Geld- und Warenströmen und verfolgt das Ziel, unternehmerisches Denken und Handeln, soziale Kompetenzen, sowie Selbstständigkeit zu erlernen.
Mit einem 1984 vom Bundesinstitut für Berufsbildung und der IHK Bodensee geförderten Modellversuch zur Erprobung des Konzeptes Juniorenfirma in der Berufsbildung begann die Geschichte der Arbeitsgemeinschaft der Juniorenfirmen, die seither eine steigende Zahl an Juniorenfirmen umfasst.
2. Die Grundaufgabe (zum Anfang)
Wir sorgen als Arbeitsgemeinschaft der Juniorenfirmen dafür, dass durch gegenseitiges Geben und Nehmen der Juniorenfirmengedanke weitergetragen und weiterentwickelt wird, sowie Betriebe und Schulen bei der Gründung von Juniorenfirmen Unterstützung finden, um somit zur Qualität ganzheitlicher und zeitgemäßer Berufsausbildung beizutragen.
3. Die konkrete Umsetzung (zum Anfang)
Wir setzen dies um, indem wir
- die Richtlinien unserer gemeinsamen Arbeit transparent und nachvollziehbar festlegen und für klare Verantwortlichkeiten sorgen
- die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft jedem Interessierten aus dem Bereich Berufsbildung offen halten
- partnerschaftlich für einen offenen Informationsaustausch innerhalb der Arbeitsgemeinschaft durch zweimal jährlich stattfindende Sitzungen sorgen
- die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft klar und verbindlich regeln und den jährlichen Mitgliedsbeitrag pünktlich zahlen
- unsere Erfahrungen der Öffentlichkeit transparent machen und freiwillig bereit stellen
- jährlich im Rotationsverfahren verantwortungsbewusst und engagiert eine Juniorenfirmenmesse veranstalten
- gemeinsam klare Vorschläge für die Weiterentwicklung unserer Arbeit entwickeln
- die Vorgehensweise zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gemeinsam systematisch planen und konsequent dafür sorgen, dass die Umsetzung mit Erfolg erreicht wird
- uns gegenseitig fachkompetent unterstützen und dabei ehrlich zueinander sind
4. Die Nutzenstiftung (zum Anfang)
Wir streben an,
für die Arbeitsgemeinschaft
- eine Arbeitskultur, die uns motiviert, die gestellten Aufgaben mit Engagement zuverlässig, verbindlich und erfolgreich zu lösen
- die langfristige Sicherung des Juniorenfirmengedankens und damit die Möglichkeit das Konzept zu erhalten und auszubauen
für Schüler und Auszubildende
- eine praxisnahe, attraktive Ausbildung und die Weiterentwicklung von Kompetenzen, die erfolgreich auf den zukünftigen Beruf vorbereiten
- die Erweiterung des eigenen Horizonts durch die Chance, Netzwerkpartnern über die Schulter schauen zu dürfen
- ein Imagegewinn als Ausbildungsort
- ein Plus in Sachen Öffentlichkeitsarbeit als Multiplikator und Förderer innovativer Ausbildung einen Wettbewerbsvorteil durch selbstständig handelnde und mitdenkende Schüler und Auszubildende auch außerhalb der Juniorenfirma
5. Die Spielregeln (zum Anfang)
Wahlen und Abstimmungen Wahlen und Abstimmungen erfolgen in der Arbeitsgemeinschaft offen per Handzeichen mit einfacher Mehrheit Sprecher
- Der Sprecher wird aus dem Kreis der Mitglieder für ein Jahr gewählt; eine Wiederwahl ist nicht ausgeschlossen
- Der Sprecher vertritt die Arbeitsgemeinschaft nach außen hin und darf in ihrem Namen Schriftverkehr führen
- Der Sprecher darf über ein Budget von bis zu 300 Euro ohne Abstimmung für die Umsetzung der Arge-Ziele frei verfügen, Beträge darüber hinaus müssen von einem Wirtschaftsausschuss genehmigt werden.
- Der Sprecher lädt gemeinsam mit dem jeweiligen Gastgeber, der sich aus der Gruppe der Unternehmen im Rotationsverfahren bereit erklärt, zu den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft ein und ihm obliegt die Sicherstellung der fachlichen Inhalte der Sitzungen
Sitzungen
- Zweimal jährlich findet eine Mitgliedersitzung der Arbeitsgemeinschaft statt (Frühjahrs- und Herbstsitzung, wobei eine im Rahmen der Juniorenfirmenmesse stattfindet).
- Die Sitzungen dienen der Transparenz der geleisteten Arbeit und der Planung der weiteren Arbeit. Sie sind grundsätzlich zweigeteilt (50% Organisation der Arge und 50% fachlicher Austausch, z.B. in Form von Impulsreferaten zu Problemen des Jufi-Alltags, Beiträge externer Referenten).
- Den Vorsitz hat der Sprecher.
- Die Sitzungen beinhalten standardmäßig Berichte des Sprechers, des Kassenwarts, der PR und des Webmasters.
- Jedes Mitglied kann Vorschläge zur Tagesordnung beim Sprecher einreichen.
- Zu jeder Sitzung wird ein Protokoll erstellt. Der Protokollant wird unter den Mitgliedern im Rotationsverfahren ausgewählt und vom Sprecher über seine Aufgabe informiert. Das Protokoll muss innerhalb von vier Wochen nach der Sitzung an die Mitglieder der Arge versendet werden.